Bac 2009 – serie s – allemand lv2 – sujet

Bac 2009 – serie s – allemand lv2 – sujet

BACCALAUREAT GENERAL SESSION 2009 _______ ALLEMAND LANGUE VIVANTE 2 _______ Serie S _______ DUREE DE L’EPREUVE : 2 heures. – COEFFICIENT : 2 _______ L’usage de la calculatrice et du dictionnaire n’est pas autorise. Des que ce sujet vous est remis, assurez-vous qu’il est complet. Ce sujet comporte 4 pages numerotees de 1/4 a 4/4. Comprehension 10 points Expression 10 points Page : 1/4 Ein Politologe in der deutschen Eishockeyliga „Als wir in die Schule kamen,“ erzahlt Martin Hyun, „gaben unsere Eltern meinen Schwestern und mir deutsche Vornamen. Seitdem hei? e ich Martin und nicht mehr Jong-Bum.

Das sollte uns die Integration erleichtern. [… ] Au? erlich bin ich Koreaner, innerlich Deutscher, denn hier, in Krefeld, bin ich geboren und aufgewachsen. Aber: Ich bin ein anderer Deutscher – und ein anderer Koreaner. “[… ] Als Jugendlicher traumte Martin Hyun davon, als erster Deutschkoreaner profima? ig in einer hohen Liga zu spielen. Dies Ziel zu erreichen erforderte gro? e Disziplin. „Ich musste viel mehr als andere leisten, um in der Mannschaft anerkannt zu werden. “ Martin Hyun verfolgte unbeirrbar (1) sein Ziel, mit der Unterstutzung der Eltern im Rucken.

Der Vater fuhr ihn zu samtlichen Eiskunstschulen in Europa. Seine Eltern verzichteten viele Jahre lang

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auf Urlaub, um die Kosten tragen zu konnen. Hyun studierte an mehreren amerikanischen Universitaten, die auch Eishockey anboten. In Brussel legte er seinen Master fur International Relations ab. In den Sommerferien kam er nach Krefeld, um mit der Profimannschaft zu trainieren. Als Hyun schlie? lich seinen ersten Vertrag fur die Saison 2004/05 mit der Profimannschaft der Krefelder Pinguine unterschrieb, war er fertig studierter Politologe mit Nebenfach International Business.

Mit der Unterschrift ging sein Traum in Erfullung. Er wurde der erste Deutschkoreaner, der in der deutschen Eishockey-Liga spielte. [… ] Am Ende der Saison entschied er sich zu einem einjahrigen Aufenthalt in Sudkorea. Mit dem Plan, eine Doktorarbeit zu schreiben, wollte der 27-jahrige Politologe einen Einblick in die koreanische Politik gewinnen. Ein deutscher Politiker verhalf ihm zu einem Praktikum im Parlament in Seoul. Vor seinem Abflug nach Asien ubte sein Vater mit ihm ein Begru? ungsritual, mit dem man Alteren Respekt zeigt.

Und erklarte, dass man in der Anwesenheit von Alteren keinen Alkohol trinken durfe. Als Martin Hyun seinen Onkel in Seoul sah, ging er auf die Knie und beruhrte mit der Stirn den Boden. „Lass das, „ meinte der Onkel, „das ist altmodisch. “ Er bot ihm ein Bier an. Martin konnte es nicht trinken, die Stimme seines Vaters war starker. Korea war in seiner Fantasie das gelobte Land. (2) „Meine Eltern hatten nur positiv von Korea gesprochen. Ich glaubte, man wurde mich mit offenen Armen empfangen, aber es kam anders.

Ich war fur die Leute kein echter Koreaner und wohl auch ein Konkurrent, weil ich anderswo studiert hatte, und fuhlte mich daher wie in Deutschland genotigt, das Doppelte zu leisten, um akzeptiert zu werden. “ Martin Hyun genoss (3) es, auf den Stra? en durch Seoul zu schlendern, einzugehen in den homogenen Menschenstrom. Keiner starrte ihn an (4), so wie er es aus Deutschland kannte. Er fiel nicht auf (5). Genauso in der U-Bahn. Herr Hyun sa? und schwieg; denn sobald Worte aus seinem Mund kamen, wurde er den Koreanern zum Fremden.

Die Blicke, die sich sofort neugierig und abschatzig (6) an ihn hefteten, waren ihm unertraglich. Er fuhlte sich entblo? t (7). Mit Erstaunen bemerkte er, dass Gleichaltrige anders erzogen worden waren als er selbst. „Ich hatte noch gelernt, dass Ideale wichtiger sind als Materielles. “ [… ] „Das Jahr in Korea,“ sagt Martin Hyun, „war unbezahlbar, so wertvoll! “ Denn eine Identitat lasst sich finden […], indem das Herkunftsland der Eltern und deren Geschichte fuhlbar (8) werden wie das Land, in dem man lebt. Daraus bildet sich etwas Drittes. Nach Susanne Simon, Die Zeit, 04/2006 unbeirrbar : sans detour, (ici) : avec determination 2 das gelobte Land : la Terre Promise 3 genie? en : apprecier 4 jemanden an/starren : devisager quelqu’un 5 auf/fallen : attirer l’attention 6 abschatzig : meprisant 7 entblo? t : mis a nu 8 fuhlbar : perceptible Page : 2/4 Vous repondrez directement sur votre copie sans recopier les questions ni les exemples, mais en precisant chaque fois le numero de la question et des enonces. Pour la question II de la partie comprehension, repondez selon le modele indique en exemple. COMPREHENSION I. Notieren Sie die richtige Antwort. In diesem Text geht es um … ) einen Deutschkoreaner, der in Krefeld ein Praktikum macht. b) einen Deutschkoreaner, der als Profi Eishockey spielt und Politikwissenschaften studiert hat. c) einen Deutschkoreaner, der nur Korea und Deutschland kennt. d) einen Deutschkoreaner, der als Eishockeyprofi in Korea Karriere machen will. II. Richtig oder Falsch? Begrunden Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text. Beispiel: 0) Falsch: „„Als wir in die Schule kamen,“ erzahlt Martin Hyun, „gaben unsere Eltern meinen Schwestern und mir deutsche Vornamen. ““ (Zeile 1-2) 0) Als Student wahlte Martin Hyun seinen deutschen Vornamen. ) Schon in seiner Jugend hatte Martin Hyun den Plan, Politologe zu werden. 2) In Amerika konnte Martin Hyun studieren und Eishockey spielen. 3) Die Eltern halfen Martin Hyun uberhaupt nicht. 4) Parallel zu seinem Praktikum in Seoul wollte Martin Hyun ein anderes Diplom machen. III. Notieren Sie jeweils die richtige Antwort und begrunden Sie Ihre Wahl mit einem Zitat aus dem Text. 1) Martin Hyuns Identitat a) Er fuhlt sich wie jeder andere Deutsche. b) Er wei? um seine doppelte Identitat. c) Er ist so gut integriert, dass er seine Herkunft ganz vergessen hat. 2) Martin Hyuns Charakter ) Er hat einen starken Willen. b) Er ist eher passiv. c) Er verliert leicht den Mut. 3) Martin Hyun in Seoul a) Es fallt ihm schwer, auf der Stra? e nur asiatische Gesichter zu treffen. b) Das Bummeln in der Stadt macht ihm keinen Spa?. c) Es gefallt ihm sehr, anonym in Seoul spazieren zu gehen. 4) Martin Hyuns koreanische Erfahrung a) Der Aufenthalt in Korea ist fur ihn nicht interessant. b) Am Ende zieht er eine positive Bilanz aus seinem Jahr in Korea. c) Der Aufenthalt in Korea hat ihm so gut gefallen, dass er fur immer dort bleiben will. Page : 3/4 EXPRESSION I.

Nach einigen Wochen in Korea schreibt Martin Hyun einen Brief an seine Eltern, in dem er ihnen von seinem neuen Leben erzahlt (von seiner Ankunft und den ersten Tagen in Seoul, von seinen positiven und negativen Erfahrungen, von seinen Eindrucken, seinen Zukunftsplanen… ). [mindestens 80 Worter] II. Behandeln Sie eines der folgenden Themen. [mindestens 100 Worter] A) Hyuns Eltern haben ihren Kindern deutsche Vornamen gegeben, um ihnen „die Integration zu erleichtern“. Was halten Sie davon? Was ist Ihrer Meinung nach wichtig fur eine gelungene Integration? ODER B) Auf die Frage „Was ist Heimat fur dich? “ haben drei Jugendliche geantwortet:

Farah Koglu aus Berlin: Heimat ist fur mich der Ort, wo ich geboren wurde, wo ich aufgewachsen bin und wo ich mit meinen Freunden zusammen bin. Matthias Gropp aus den USA: Heimat ist nichts. Wir sind alle Menschen, egal ob wir aus Botswana oder Luxemburg oder Taiwan kommen. Sebastian Wisniewski aus Polen: Polen ist meine Heimat, das hei? t das Land, in dem ich geboren wurde, dessen Geschichte und Kultur sehr wichtig fur mich sind. Mein Heimatland hat eine sehr lange Geschichte. Hier lebten und leben beruhmte Komponisten, Wissenschaftler, Filmregisseure… Darauf bin ich sehr stolz. Was hatten Sie selbst auf diese Frage geantwortet? Page : 4/4